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By Andrea D. Bührmann, Angelika Diezinger, Sigrid Metz-Göckel

Dieses Buch macht für Studienanfänger_innen nachvollziehbar, wie sich die Frauen- und Geschlechterforschung in der Auseinandersetzung mit den empirisch-praktischen Lebensverhältnissen, sozialwissenschaftlichen Denktraditionen und eigenen Konzepten ihren Gegenstand geschaffen hat. Damit wird deutlich, dass Frauen- und Geschlechterforschung in der Lehre als nicht abgeschlossenes Projekt zu vermitteln ist, dessen Geschichte um seiner Zukunft willen wichtig wird. Der Band konzentriert sich auf drei zentrale Themen: Arbeit, Sozialisation und Sexualität. Zu den einzelnen Themen werden Auszüge aus solchen Texten ausgewählt und kommentiert, die die Diskussionen nachhaltig beeinfluss(t)en, Kontroversen bündel(te)n oder neue Perspektiven eröffne(te)n. Damit wird eine Problemgeschichte des jeweiligen Themas skizziert.

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IT-Notfallmanagement mit System: Notfälle bei der Informationsverarbeitung sicher beherrschen

Jedes Unternehmen und jede Behörde kann von IT-Notfällen betroffen sein und dadurch tremendous Verluste und Schäden erleiden. Welche präventiven Maßnahmen auch immer ergriffen werden: Notfälle kann guy prinzipiell nicht ausschließen. Umso mehr gilt es, eine schlagkräftige Notfallorganisation aufzubauen, Notfalltraining durchzuführen und bei Eintritt eines Notfalls zielgerichtet und effektiv zu handeln: Der geordnete Wiederanlauf von Versorgungen, Systemen und Anwendungen ist zu bewerkstelligen, um möglichst schnell den Normalzustand zu erreichen.

Vermitteln: Eine Aufgabe von Theorie und Praxis Sozialer Arbeit

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U. größer, je mehr Arbeit sie investiert hat. Die Rationalisierung der materiellen Hausarbeit schafft zwar mehr freie Zeit, engt jedoch deren psychische Dimension als Ausdruck und „Transportmittel“ emotionaler Objektbeziehungen ein und macht dann zunehmend explizite psychische Beziehungsarbeit erforderlich, die ab einer gewissen Intensität die Hausfrauen hoffnungslos überfordern und Versagensgefühle hervorrufen würde. Für sie birgt also die Rationalisierung der Hausarbeit eine doppelte Gefahr in sich, tendenziell als Hausarbeiterin überflüssig zu werden und zugleich die Anerkennung als unentbehrliche Beziehungsperson zu verlieren.

Mit der Veränderung der ökonomischen Grundlage der Arbeiterfamilien (Reproduktions- statt Produktionseinheit), mit dem Übergang von der extensiven zur intensiven Nutzung der Arbeitskraft (die eine explizite, psychische Regeneration auch für Proletarier zu einer Frage des Überlebens macht) und mit der allgemeinen Veränderung des historischen Werts der Ware Arbeitskraft (aufgrund derer nun nicht mehr allein die „Magenfrage“, sondern auch eine psychische Kompensation für die stupiden Arbeitsgänge durchrationalisierter Produktion im Mittelpunkt der Reproduktion stehen) entwickeln sich auch in den Proletarierfamilien explizite psychische Anforderungen an die Hausarbeit der Frau.

Vermittelt über betriebliche Nutzungsformen und -strategien, die der inneren Logik der Mehrwertproduktion folgen, schlagen sich die subjektiven Äußerungen des „weiblichen Lebenszusammenhangs“ – nämlich die von der Eigenart der Hausarbeit geprägten Fähigkeiten und Verhaltensweisen von Frauen – in objektiven Merkmalen der Berufsstruktur nieder. Aber die „hausarbeitsnahen“ Präferenzen von Frauen in Berufswahl und -praxis sind nur die subjektive Ursache der beruflichen Benachteiligung von Frauen. Betriebliche Strategien spekulieren nicht nur auf dieses hausarbeitsnahe Arbeitsvermögen von Frauen, das sie für bestimmte Arbeiten besonders verwertbar macht.

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